Freundschaftsspiel gegen 1.FC Köln

am 18.07.2015 - Anstoss 16.30 Uhr

Traditionsmannschaft 1.FC Köln

Kader

Karsten Baumann: 284 Bundesligaspiele (11 Tore)

Davon 220 BL-Spiele für den 1.FC Köln

Colin Bell: Profi bei Leicester City, VfL Hamm und Mainz 05

Trainer bei Mainz 05 und Co-Trainer beim 1.FC Köln

Carsten Cullmann: 205 Spiele für den 1.FC Köln, davon 189

 Bundesligaspiele mit 11 Toren

Sven Demandt: 456 Bundesligaspiele für Fortuna Düsseldorf, Bayer

Leverkusen, Hertha BSC Berlin u. Mainz 05 (145 Tore)

Alexander Ende: Ehemaliger Spieler der 2. Mannschaft des 1.FC Köln

95 Spiele für Köln in der Oberliga und Regionalliga

Stephan Engels: 236 Bundesliga-, sowie 58 Pokal- und Europa-

Pokalspiele für den 1.FC Köln (56 Tore)

Pierre Esser: Ehemaliger Profi bei SC Viktoria Köln, Fortuna

 Düsseldorf, Galatasaray Istanbul und Eintracht Trier

Holger Gaißmayer: 132 Bundesligaspiele, davon 87 für den

1.FC Köln (16 Tore) und 8 Pokal- und Europapokalspiele

Stephan Glaser: 7 Spiele für den 1.FC Köln in der 2. Bundesliga

Armin Götz: 188 Bundesligaspiele, davon 112 BL-Spiele und 23

Poka- und Europapokalspiele (9 Tore) für Köln

Herbert Hein: 209 Bundesligaspiele, davon 106 BL-Spiele und 38

Pokal-und Europapokalspiele (10 Tore) für Köln

Steffen Herzberger: 231 Bundesligaspiele für den 1.FSV Mainz 05

und die Stuttgarter Kickers

Daniel Janssen: Ehemaliger Profi beim 1.FC Köln, Viktoria Köln,

FortunaDüsseldorf, Bonner SC und Wuppertaler SV

Hannes Löhr: 381 BL-Spiele (166 Tore), 124 Pokal- und

Europapokalspiele (69 Tore) für den 1.FC Köln,

20 Länderspiele für Deutschland (5 Tore)

Dirk Lottner: 450 Bundesligaspiele, davon 161 BL-Spiele und 13

Pokalspiele für den 1.FC Köln

Karl-Heinz Mödrath: 275 Bundesligaspiele für Fortuna Köln und

Alemannia Aachen (150 Tore)

Wolfgang Overath: 409 BL-Spiele (83 Tore), 127 Pokal- und Europapokalspiele

(34 Tore) für den 1.FC Köln

81 Länderspiele für Deutschland, Weltmeister 1974

Andrzej Rudy: 148 Bundesligaspiele, davon 134 BL-Spiele (14 Tore)

und 27 Pokal- und Europapokalspiele (3 Tore)

Matthias Scherz: 356 Bundesligaspiele, davon 270 BL-Spiele (64

Tore) und 20 Pokalspiele (7 Tore) für den 1.FC Köln

Reinhard Schmitz: 198 BL-Spiele für den 1.FC Köln, Union Solingen,

 TB Berlin und Viktoria Köln

Christian Springer: 294 Bundesligaspiele, davon 205 BL-Spiele (28

 Tore) und 15 Pokalspiele (2 Tore)

Gerd Strack: 261 Bundesligaspiele (30 Tore) und 78 Pokal- und

Europapokalspiele (16 Tore) für den 1.FC Köln

10 Länderspiele für Deutschland

Marco Weller: U21-Nationalspieler des 1.FC Köln

Oliver Westerbeek: 257 Bundesligaspiele für den FC Homburg, VFL

Bochum, Karlsruher SC, MSV Duisburg und Fortuna Köln (16 Tore)

Das Spiel im Jubiläumsjahr

Zum 100. Geburtstag eine 0:11 (0:5)-Klatsche kassiert und trotzdem ein breites Grinsen im Gesicht - das hatten am Samstagabend Spieler und Funktionäre des TuSpo Breidenstein nach dem Match ihrer Mannschaft gegen die Traditionself des 1. FC Köln.

...Gut besetzt: Die Rasenränge des Breidensteiner "Hammerstadions".

"Man muss froh sein, dass die mit so einer Truppe hier angetreten sind", freute den TuSpo-Vorsitzenden Thomas Henkel vor allem das illustre Aufgebot der Kölner mit elf Spielern, die einst in der 1. Bundesliga die Stiefel geschnürt haben und drei weiteren gestandenen Profis. Mit Bernd Cullmann saß obendrein ein Weltmeister von 1974 auf der Trainerbank, assistiert von Herbert Zimmermann, WM-Teilnehmer 1978.

Der bekannteste Kicker auf dem Feld war sicherlich Stephan Engels, der 1982 bei der Weltmeisterschaft in Spanien im deutschen Aufgebot stand. Der Manager der Traditionsmannschaft, hat auch mit fast 55 Jahren noch jede Menge Spaß am Fußball, "sonst würden wir nicht so viel reisen".

Rund 15 Spiele absolviert er mit den ehemaligen Weggefährten pro Jahr, und immer ist er bemüht, die Erwartungen seiner Gastgeber zu erfüllen: "Wir wollen Namen präsentieren und nicht mit zehn Amateurspielern kommen, die kein Mensch kennt. Viele haben, wie ich, nur für den FC gespielt. Das honorieren die Leute, überall freuen sich die Zuschauer, uns zu sehen. Das zeigt dir auch, dass du's richtig gemacht hast."

...Ein Bild für die Vereinschronik: Die ehemaligen Stars des 1. FC Köln, die altgedienten Recken des TuSpo Breidenstein und das Schiedsrichtergespann freuen sich auf das Match vor 600 Zuschauern.

 

1. FC-Köln-Fan Blöcher: "Ich war schon 150 Mal in deren Wohnzimmer, heute waren die mal in meinem"

Die Breidensteiner stellten den Stars eine 23-köpfige Truppe aus Spielern gegenüber, die allesamt einmal das TuSpo-Trikot getragen haben. Betreut wurde diese von Gerd Fischbach, der den Klub 1995 zum A-Liga-Aufstieg geführt hatte. Einer von seinen Schützlingen strahlte nach dem Match ganz besonders: Kapitän Rainer Blöcher, seit 1984 ein eingefleischter Köln-Fan: "Ich war schon 150 Mal in deren Wohnzimmer, heute waren die mal in meinem: Herzlich willkommen!", hielt er nach dem Match stolz des FC-Wimpel in der Hand, nicht ohne ein wenig traurig nachzuschieben: "Eins hätten wir schon gerne gemacht".

Ein Ehrentor für die Gastgeber: Nein! Dafür nahmen die Kölner Spaßfußballer die Sache zu ernst. "Ehrgeiz ist da, wir wollen immer gewinnen", stellt Engels fest. "Da geht es manchmal auch zur Sache. Aber das gehört einfach dazu, wenn ich auf den Sportplatz gehe", erklärt der achtfache deutsche Nationalspieler. Gerade deshalb war Thomas Henkel nicht ohne Grund stolz auf seine Breidensteiner Jungs. "Die haben sich in der ersten Viertelstunde gut geschlagen und nach der Pause einige Zeit richtig Druck gemacht. Für einen bunt zusammen gewürfelten Haufen war das eine starke Leistung". Auch Coach Gerd Fischbach, der in der zweiten Halbzeit selbst auflief, hatte es "einen Mega-Spaß gemacht". An den ehemaligen Profis beeindruckte ihn vor allem deren Geschwindigkeit: "Die spielen den Ball und laufen weiter. Die bleiben nicht stehen".

In den ersten Minuten agierten die Geißböcke allerdings noch gemächlich. "Es war ein bisschen holprig, da mussten wir erst die Technik auspacken", so Engels, der im Mittelfeld Regie führte. Als Matthias Scherz in der 13. Minute von links in den Breidensteiner Strafraum zog und im Zweikampf mit Björn Donges ins Straucheln geriet, zeigte Schiedsrichter Armin Becker auf den Elfmeterpunkt - für viele Zuschauer unverständlich. "Ich war nah dran. Er hat ihn getroffen - ich kann ja die Regeln nicht aufheben", erklärt der Referee der SpVgg Frohnhausen seine Entscheidung. Engels verwandelte, und danach lief das Bällchen bei den Kölnern wie am Schnürchen. Vor allem Sturmspitze Matthias Scherz, der 2013 noch in der Regionalliga für Fortuna Köln kickte, drehte nun auf - und verriet auch, warum: "Wenn der Gegner in zehn Minuten zehn Tacklings macht und man fünf blaue Flecke hat, fahren wir halt hoch. Gerade beim Elfmeter: warum muss man in so einem Spiel grätschen. Aber eigentlich laufen solche Spiele immer gleich ab. Am Anfang sind die Gegner noch konditionell auf der Höhe, doch am Ende sind sie ein bisschen müde".

Scherz trug sich dreimal in die Torschützenliste ein: Nach einem Konter durch die Mitte traf er zum 0:2 (19.), mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 0:5-Pausenstand (40.) und in der 75. Minute setzte er den Ball zum 0:7 ins lange Eck. Beim 0:9 legte er die Kugel für Holger Gaißmayer auf (81.), der zuvor schon zum 0:6 abgestaubt (62.) und bei seinem Alleingang zum 0:8 TuSpo-Keeper Thomas Paul ausgespielt hatte (77.). Gaißmayer bereitete zudem die weiteren vier FC-Treffer von Michael Kraft (36., 84.) und Alexander Voigt (34., 88.) mustergültig vor.

Als zum sechsten Mal der Gassenhauer "Denn wenn et Trömmelche jeht" durch das Hammerstadion hallte, um mit "Kölle Alaaf, Alaaf - Kölle Alaaf" ein Gästetor zu verkünden, wurde es Peter Riethig zu bunt: "Wenn ich die Musik noch ein paar Mal höre, hau ich den CD-Player kaputt!" Er selbst hatte in der ersten Halbzeit alles getan, damit es still blieb: Seine größte Tat vollbrachte der TuSpo-Tormann der ersten Spielhälfte, als er einen Schuss Oliver Westerbeeks aus der unteren Ecke tauchte (17.), danach parierte er noch zweimal gegen den frei zum Schuss kommenden Gaißmayer (25., 26.). Der für Riethig eingewechselte Thomas Paul erntete Szenenapplaus, als er einen Seitfallzieher Gaißmayers entschärfte (71.).

Sturma und Karapinar scheitern an Esser, Weichbold trifft die Latte, Achenbachs Schuss auf Linie geklärt

Dickster Wermutstropfen für den TuSpo war das ausbleibende Ehrentor. "Dass wir so viele Chancen kriegen, hätte ich nicht gedacht", zeigte sich Gerd Fischbach verwundert. Doch Matthias Sturma (35., 48.) und Erdal Karapinar (9., 51., 60.), die beide noch in der aktuellen A-Liga-Mannschaft Breidensteins spielen, scheiterten mehrfach am ehemaligen Galatasaray-Keeper Pierre Esser. "Das ist so eine Sache: Du stehst vor einem ehemaligen Profitorwart und der macht es ganz anders, als die Keeper in der Kreisliga: Er bewegt sich nicht", resümierte Sturma nach dem Match verzweifelt. Als er in der 66. Minute schon an Esser vorbei gezogen war, hoppelte ihm der Ball davon. Karapinar chippte den Ball in der 45. Minute zudem freistehend über den Kasten. Und zweimal war der TuSpo ganz dicht dran am Ehrentor: Detlev Weichbold drosch die Kugel nach Karapinar-Vorlage an die Oberkante der Querlatte (55.) und als Timo Achenbach Sekunden vor Schluss den Ball aufs leere Tor setzte, spritzte Sascha Lenhardt heran und kratzte das Leder von der Torlinie. Rainer Blöcher wusste, wie dieser Wermutstropfen zu verdauen ist: "Komm' heute Nacht um zwölf noch mal vorbei. Dann haben wir uns die Sache schön getrunken und 2:1 gewonnen".

TuSpo Breidenstein: Peter Riethig - Detlef Weichbold - Stefan Kunze, Björn Donges - Mike Weichbold, Rainer Blöcher, Heiner Koch, Timo Achenbach, Dennis Frehse - Sturma, Karapinar; eingewechselt: Thomas Paul, Matthias Dudlik, Gerd Fischbach, Thomas Winter, Friedrich Meier, Andreas Seibel, Florian Müller, Christoph Müller, Kai Weigel, Dragan Kubet, Yasar Degerli, Bernd Keil.

1. FC Köln: Pierre Esser - Carsten Cullmann, Steffen Herzberger, Alexander Voigt, Tobias Nickenig - Oliver Westerbeek, Stephan Engels, Alexander Ende, Sascha Lenhardt - Matthias Scherz, Holger Gaißmayer: eingewechselt: Herbert Hein, Reinhard Schmitz, Michael Kraft.