Großes Festwochenende vom 11.-13.09.2015

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Rockabend

 

"Rauschgold" und "Supercobra" springen ein

Drei Livebands rocken das Festzelt zum 100-jährigen Bestehen des TuSpo Breidenstein

Beim Auftakt des Festwochenendes zum 100- jährigen Bestehen des Turn- und Sportvereins Breidenstein haben es die Fußballer krachen lassen.

Sie hatten zu einem Rockabend mit Livebands in das Festzelt unterhalb des Perfstausee eingeladen. Zwei Gruppen hätten den Fans kerniger Rockmusik dort einheizen sollen - so der Plan. Der musste allerdings kurzfristig über den Haufen geworfen werden, wie Stefan Briel an dem Abend von der Bühne herunter zugab. Ausgerechnet der Hauptact, die Band "Red Shoes" aus der Schweiz, hatte ihren Auftritt wegen einer Handgelenksentzündung des Drummers kurzfristig absagen müssen.

"Damit standen wir vor dem Problem, von heute auf morgen einen Ersatz zu besorgen", sagte Briel. Und das ist den Veranstaltern sogar doppelt gelungen. Denn statt der geplanten zwei Livebands standen am Ende sogar drei auf der Bühne und rockten die knapp 150 Besucher im Festzelt. Zu verdanken war das den Breidensteiner Lokalmatadoren von "Rauschgold" sowie der Marburger Combo "Supercobra", die den frei gewordenen Platz kurzfristig übernommen haben. Zunächst lieferten jedoch die vier Jungs der Band "Campaign like Clockwork" eine ebenso erfrischende, wie außergewöhnliche Show ab. Ein wenig wie die britischen Alternative-Rocker von "Placebo" klingend, eröffneten die Braunfelser den Abend mit einer Mischung aus Punk- und Melodic-Rock, wobei Frontmann Rafael Cano die energiegeladenen Passagen seiner Band immer wieder durch balladeske Klaviersoli unterbrach und das Publikum so auf eine akustische Achterbahnfahrt schickte. Aber genau das mache den Reiz von "Campaign like Clockwork" aus, sagte Stefan Briel: "Ich mag das. Die Jungs trauen sich, mal was Neues zu machen." Auch die Zuhörer belohnten den Auftritt mit reichlich Applaus. Den gab es aber auch für die folgenden Bands, die von ihren Vorgängern ein gut gelauntes und feierwilliges Publikum übernahmen und für einen rockigen Start ins Festwochenende sorgten. (val)

Oktoberfest

Eine Olympiade bayerischer Art!

TuSpo-Kicker verlegen das Oktoberfest ins Hinterland

Der Turn- und Sportverein Breidenstein hat das Oktoberfest kurzerhand um eine Woche vor- und ins Hinterland verlegt. Zum 100-jährigen Bestehen ihres Vereins feierten die Fußballer ganz nach bajuwarischer Art.

Unterstützt wurden sie dabei am Samstag und Sonntag von der Big Band Battenberg, die die passende zünftige Festzeltmusik beisteuerte. Dabei bewiesen deren Mitglieder nicht nur musikalisches, sondern auch komödiantisches Talent und sorgten mit flotten Sprüchen, Schenkelklopfern und Verkleidung bei den Feiernden für gute Laune. So wurde etwa aus der "Fischerin vom Bodensee" die "Fischerin vom Perfstausee" und die "Vogelwiese" gehört sowieso zum traditionellen Kirmesrepertoire, bei dem die Besucher im Festzelt auf den Bänken und Tischen stehen.

Dabei hatten sie sich dem Anlass entsprechend auch stilecht in Schale geworfen: die Herren in der urigen Krachledernen und die Damen im aufreizenden Dirndl. Allerdings sollte nicht nur ausgelassen gefeiert werden. Die Besucher wurden bei einer bayerischen Olympiade ordentlich gefordert. So mussten sie etwa ihr Durchhaltevermögen beim Bierkrugstemmen unter Beweis stellen, sich im Kegeln auf der transportablen Gassenflitzerbahn versuchen und gerieten beim Baumstammsägen ordentlich ins Schwitzen.

Beim Bierkrugstoßen war Zielgenauigkeit gefragt. Hier galt es, einem Maßkrug genau so viel Schwung mitzugeben, dass dieser am Ende einer Bahn in einem markierten Feld stehen blieb.

Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder hatten ihren Spaß

Neben den Erwachsenen sollten aber auch die Kinder ihren Spaß haben. Nachdem sie sich bei einer Kinderdisco auf das Festprogramm eingestimmt hatten, bekamen sie am nächsten Morgen Besuch vom zaubernden Clown Hansi. Der hatte einen ganzen Koffer spannender Zaubertricks mitgebracht, mit denen er sein junges Publikum verblüffte. So ließ er etwa Knoten auf wundersame Weise durch Seile hindurchwandern oder bunte Tücher die Farben tauschen. Neben ihm zeigten aber auch die jungen Tänzer der Trachtentanzgruppe, was sie können. Bei ihrem Finale sorgten sie sogar für eine echte Überraschung: Nachdem sie mehrere klassische Volkstänze aufgeführt hatten, erklang plötzlich Michel Telós "Nossa, Nossa" aus den Lautsprechern und die Kinder warfen in ihren Trachten zu dem Charthit die Beine in die Luft.